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Der Zauberlehrling“ von Goethe — kein anderes Gedicht trifft den Katzenjammer der Neuzeit genauer - und handelt doch nur von einem Lausbubenstreich. Das Theaterstück des Theaters in medias res, unter der Regie von Thomas Waldkircher, erweitert den Inhalt um weitere Texte von Goethe, die sich zu einer poetischen, tiefsinnigen, spannenden und humorvollen Geschichte zusammensetzen. Ergänzt wird das Spiel der Schauspieler durch Elemente aus dem schwarzen Theater, lebensgroßen Marionetten, Schattenspiel und Tanzeinlagen, z.B.: wenn der Bube sich ein Pfauenpärchen zum Tanze zaubert... (Figuren und Tricks: Michael Schmidt). Jeder der insgesamt 4 Akte erhielt eine eigene Musik, die die unterschiedlichen Stimmungen noch unterstreicht. So entsteht auf dem Theater eine fast greifbare Geisterwelt, die den Lehrling (Anja Pirling in der Titelrolle) neckt und piesackt bis hin zu seinem berühmten Ausruf:

"HERR DIE NOT IST GROß,
DIE ICH RIEF, DIE GEISTER,
WERD´ ICH NUN NICHT LOS!".
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AUS DER PRESSE:
"SPANNUNG UND WUNDERBARER HUMOR ZWISCHEN GROLLENDEM DONNER UND WABERNDEM NEBEL"
"Der einfallsreiche Theatermann Thomas Waldkircher verwandelte dieses Gedicht in ein reizvolles, bewegtes, farbenprächtiges und flott inszeniertes Theaterstück. Waldkircher, der auch die Rolle des Zaubermeisters würdevoll und erhaben gestaltete, schuf eine faszinierende Mischung aus farbenprächtigem, märchenhaftem Illusions- und Mysterientheater."
„Die hervorragende Darstellung des vorwitzigen Lausbuben durch Anja Pirling hätte Goethe als Zuschauer bestimmt zuweilen an seinen Herzensschatz Christiane Vulpius erinnert. Die kraftvolle Ausstrahlung, der koboldhafte Humor und ihre pantomimenhafte Exaktheit in ihren Bewegungen hätten ihn bestimmt bezaubert. Anja Pirling ist eine hochbegabte Schauspielerin, eine echte Komödiantin, die leider auf deutschen Bühnen immer seltener werden."
"Das Spiel lebt vom Gegensatz zwischen Meister und Lehrling. Hier Würde und Erhabenheit, das Streben die Welt in ihrem Innersten zu durchdringen - dort der quirlige Augenblick, stets verhaftet im Primären, wie es des Menschen Art ist. Statt ´strebend sich bemühen´, um tiefere Erkenntnis der Natur zu erlangen, will der Lehrling lieber ´fressen wie die Schlaraffen´. Hat der Meister seinem Famulus etwas beigebracht, so lässt der, statt etwas Rechtes damit anzufangen, zu seiner Kurzweil Pfauen tanzen und noch lieber würde er die Gänse ins Ofenrohr marschieren lassen."
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